Viele Trinkwasserbrunnen, insbesondere in Süddeutschland, sind mit einem sogenannten Sperrrohr ausgestattet. Dieses dient dazu, oberflächennahe oder qualitativ minderwertige Grundwasserstockwerke sicher vom genutzten Förderhorizont zu trennen.
Mit der Zeit können jedoch Alterungsprozesse dazu führen, dass die Abdichtungen versagen oder das Sperrrohr selbst korrodiert. Die Folge ist, dass unerwünschte Wässer in den Brunnen gelangen und sowohl die Wasserqualität als auch den technischen Zustand der Anlage beeinträchtigen.
Hier finden Sie eine Vorstellung verschiedene Methoden der Brunnensanierung zum Erhalt der Statik. Diese ermöglichen einen langen Brunnenerhalt und ersparen dem Betreiber viel Geld.
Undichte Sperrrohre entstehen häufig durch ausgespülte Abdichtungen am Sperrrohrfuß oder durch Korrosionsschäden entlang der Rohrwandung. Dadurch kann es zu einer Umströmung des Sperrrohrs kommen, bei der belastetes Wasser über den Filterkies und die Filterschlitze ins Brunneninnere eintritt. Neben qualitativen Einbußen, wie mikrobiologischen Belastungen oder erhöhten Nitratwerten, führt dies oft auch zu verstärkter Verockerung und einem erhöhten Wartungsaufwand.
In vielen Fällen ist eine nachträgliche Abdichtung undichter Sperrrohre technisch möglich und wirtschaftlich sinnvoll. Zunächst wird der Filterkies aus dem Ringraum zwischen Brunnenrohr und Sperrrohr entfernt. Abhängig vom Wasserstand kommen dabei Strahlsauger, Airliftpumpen oder kombinierte Verfahren zum Einsatz. Dies setzt voraus, dass der Filterkies nicht verbacken ist und die Bohrlochwand unterhalb des Sperrrohrfußes ausreichend stabil bleibt.
Nach dem vollständigen Entleeren des Ringraums wird dieser mit Dämmerzement verfüllt. So wird das Sperrrohr sowohl am Fuß als auch entlang des Rohrverlaufs dauerhaft abgedichtet. Bei einem ausreichend großen Ringraum kann zusätzlich ein weiteres Sperrrohr eingebaut werden, das nur zwischen altem und neuem Sperrrohr verdämmt wird.
Dadurch bleibt die Zugänglichkeit des Filterkieses erhalten. Bei engeren Platzverhältnissen sind einzementierte Kiesnachfüllrohre eine weitere praktikable Lösung.
In vielen Fällen ist die nachträgliche Abdichtung defekter Sperrrohre eine kostengünstige und nachhaltige Alternative zum vollständigen Überbohren und Setzen eines neuen Sperrrohrs. Das Einsparpotenzial ist insbesondere bei tiefen Brunnenanlagen erheblich. Gleichzeitig lässt sich die Wasserqualität langfristig sichern und die Lebensdauer des Brunnens deutlich verlängern.
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