Regenerierergebnisse im Druckwellenimpulsverfahren

Trinkwasserbrunnen unterliegen während ihrer Betriebszeit natürlichen Alterungsprozessen. Ablagerungen und Verockerungen durch Eisen- und Manganbakterien sowie Kolmation im Filter- und Kiesschüttungsbereich sind häufig die Ursache für eine sinkende Ergiebigkeit und einen steigenden Energiebedarf im Pumpbetrieb.

Besonders in komplex aufgebauten, mehrschichtigen Grundwasserleitern ist die nachhaltige Regenerierung technisch herausfordernd, da die Eingriffe gezielt und materialschonend erfolgen müssen, ohne die geologische Struktur zu beeinträchtigen.

Ausgangssituation im Versorgungsgebiet Karlsruhe

Im Einzugsgebiet der Stadtwerke Karlsruhe wird Trinkwasser aus mehrschichtigen Sand- und Kiesleitern mit Mächtigkeiten von bis zu 260 Metern gewonnen. Zehn Brunnen unterschiedlicher Bauart und Altersklassen wiesen infolge mikrobiologischer Verockerung deutliche Leistungseinbußen auf.

Umfangreiche Voruntersuchungen mittels Kamerabefahrung und geophysikalischer Messungen machten die leistungsmindernden Prozesse im Filterbereich sichtbar und bildeten die Grundlage für eine gezielte Brunnen Regenerierungsstrategie.

Funktionsprinzip des Druckwellenimpulsverfahrens

Die Regenerierung erfolgte mittels eines Druckwellenimpulsverfahrens mit Wasserhochdruck gemäß DVGW-Arbeitsblatt W 130: Durch rotierende Düsen werden hochenergetische Druckwellenimpulse erzeugt, welche die Ablagerungen in der Kiesschüttung und der angrenzenden Geologie lösen.

Ergänzend entsteht durch die hohe Rotationsgeschwindigkeit ein Unterdruck, der die gelösten Feststoffe aktiv in den Brunnenraum transportiert und unmittelbar abführt. Die Energieeinwirkung erfolgt flächig und kontrolliert über die gesamte Filterstrecke.

Optimierung durch neu entwickeltes Düsenrotationssystem

Im Rahmen dieser Maßnahme kam das neu entwickelte und patentierte Düsenrotationssystem „MAXINOZ“ erstmals zum Einsatz. Der variabel einstellbare Düsenwinkel erlaubt eine an die jeweilige Ausbaugeometrie angepasste Impulsübertragung bis zur Bohrlochwand.

Die eingesetzten Arbeitsdrücke von bis zu 400 bar sowie die abgestimmten Abpumpmengen führten zu einer deutlich verbesserten Durchlässigkeit im Filterbereich, was sich unmittelbar in steigenden Betriebswasserspiegeln zeigte.

Dokumentierte Regenerierergebnisse und Effizienzgewinne

Die Auswertung der Pumpversuche vor und nach der Regenerierung belegt eine durchschnittliche Leistungssteigerung von über 150 Prozent. Bei einzelnen Brunnen wurden sogar noch höhere Zuwächse erzielt. Neben der gesteigerten spezifischen Ergiebigkeit führte die Maßnahme zu einer spürbaren Reduzierung der erforderlichen Förderhöhe und somit zu messbaren Energieeinsparungen im laufenden Betrieb. Die Ergebnisse lagen signifikant über den bekannten Regeneriererfolgen früher eingesetzter Rotationssysteme.

Für weiterführende und detaillierte Informationen zu den dargestellten Ergebnissen empfehlen wir den Download der vollständigen PDF-Fachveröffentlichung über den entsprechenden Button.

Als erfahrener Spezialist für Brunnenregenerierung unterstützt Sie die Etschel Brunnenservice GmbH gerne bei individuellen Fragestellungen. Sprechen Sie uns jederzeit an!

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