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Brunnen­rückbau

Brunnenrückbau/Brunnenverfüllung

ETBS Brunnenrückbau

Nicht mehr genutzte Brunnen oder Messstellen müssen lt. Gesetz den gegebenen hydrogeologischen Verhältnissen entsprechend verfüllt werden, sodass ein Kurzschluss zwischen verschiedenen Wasserhorizonten und ein Eindringen von Oberflächenwasser in tiefere Schichten auf Dauer sicher verhindert wird.

Um beurteilen zu können, wo im Bohrloch Kurzschluss-Gefahrenquellen liegen, ist eine genaue Kenntnis der Hydrogeologie und des Brunnenausbaus zwingend notwendig. In vielen Fällen sind - nach unserer fast 100-jährigen Erfahrung auf dem Gebiet der Wassergewinnung – die beim Auftraggeber noch vorhandenen Aufzeichnungen von der Erstellung des Brunnens, den nachfolgenden Untersuchungen und Sanierungsmaßnahmen, die während der Betriebszeit durchgeführt wurden, oftmals nicht ausreichend, um damit ein sicheres und kostengünstiges Rückbau- und Plombierungskonzept zu entwickeln.

ETBS Brunnenrückbau

Brunnenrückbau und Brunnenverfüllung (Plombierung) sind genehmigungspflichtig. Das bedeutet, sie müssen von erfahrenen Fachleuten aufgrund vorhandener Unterlagen sachgerecht vorgeplant und zur Genehmigung in einem Arbeitsablaufprogramm beschrieben werden. Das ist jedoch nicht möglich, wenn Unterlagen fehlen. In diesem Fall müssen manchmal umfangreiche Untersuchungen und Messungen durchgeführt werden, um die gegebene Situation beurteilen zu können. Wir verfügen dazu deutschlandweit über ein umfangreiches Bohrarchiv tausender alter Brunnen zurück bis zu unseren Ursprüngen im Jahr 1919.


Wie läuft ein Brunnenrückbau und –Verfüllung ab?

Zunächst muss eine Planung der Maßnahme z.B. durch eine nach DVGW W 120 qualifizierte Fachfirma mit entsprechend ausgebildetem Fachpersonal erfolgen. Dazu werden folgende Unterlagen benötigt: Brunnenausbauzeichnung, Bohrakte (falls noch vorhanden), Berichte über Arbeiten während der Betriebszeit am Brunnen/Messstelle.

Grundsätzlich ist folgender Arbeitsablauf sinnvoll:

• Beschaffung der Unterlagen

• Zustandskontrolle mittels Fernsehbefahrung mit ETBS TV Master

• Evt. Geophysikalische Messreihe nach Angabe des Planers, um Trennschichten,
   Ist-Lage und Ist-Qualität der Abdichtung zu erkunden.

• Planung der Massnahme

• Evt. Reinigung mit dem ETBS JET Master®, damit der Filterkies rieselfähig wird.

• Total- oder Teilrückbau-Rückbau des Brunnenausbaus (Filterstrang, Filterkies, manchmal auch Sperrrohre)
   durch Schneiden (bei Kunststoffrohren u. dgl. mit dem ETBS JET Master®) und/oder Ziehen.

• Plombieren mit abbindendem Verfüllgut (Dämmer, Zement u. dgl.).

• Dokumentation der Arbeiten nach W 135.


Dabei arbeiten wir – wo immer sinnvoll – mit einschlägig qualifizierten Firmen zusammen.

Nicht selten stößt man bei der Ausführung auf Verhältnisse, die ein Abweichen vom genehmigten Programm erzwingen. Dann spart ein direkter Draht zwischen Auftraggeber / Auftragnehmer und Behörde Zeit und Geld – ohne dass die Qualität darunter leidet.